dr. ridder - orthopädie
 
 
 

 

Musikermedizin

In der Ausbildung von Musikern spielt der schonende Umgang mit dem Körper und Instrument oft noch immer eine untergeordnete Rolle. Dieser Zustand führt zu einer hohen Anzahl von Musikern mit spielbedingten Beschwerden. Viele Faktoren wie schlechte Haltung, einseitige Bewegungsgewohnheiten, Dysbalancen aus den Erfordernissen des Instrumentes heraus, Stress oder unzulängliche Technik sind an der Krankheitsentstehung beteiligt.

Durch eine Spezialisierung in Musikermedizin können solche Mechanismen besser erkannt und eine Optimierung des Spielvorgangs erreicht werden. Neben der Behandlung primärer Ursachen und Symptome spielen die Schulung der Wahrnehmung für potentiell schädigende Faktoren, die Einführung in Grundlagen der Physiologie und Anatomie und die Optimierung von Haltung und Bewegungsabläufen eine herausragende Rolle.

Für die Wiedereingliederung in den Beruf ist nach traumatischen Verletzungen eine frühe gezielte und für Musiker spezifisch abgestimmte Behandlung essentiell. Die funktionelle Rehabilitation am Instrument ist der Grundstein für eine Weiterführung des Berufs.

Durch spezielle diagnostische und therapeutische Konzepte wie die Applied Kinesiology oder die Osteopathie gibt es exzellente Möglichkeiten, funktionelle Beschwerden von Musikern effektiv zu behandeln.

Dies ist nur in engster interdisziplinärer Zusammenarbeit von Musikern, Pädagogen, verschiedenen Fachärzten und spezialisierten Therapeuten, Sportwissenschaftlern, Psychologen und Ergonomen zu erreichen. Das Therapiezentrum Jesuitenschloss ist ein solches interdisziplinäres Zentrum der intensiven Kommunikation und Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen. Viele der Ätze und Therapeuten sind selbst aktive Musiker und sind aktiv in der Weiterentwicklung der noch sehr jungen Fachrichtung beteiligt.

Eine wesentlichen Ursache für Erkrankungen, vor allen bei hohen Streichern und Bläsern sind craniomandibuläre Dysfunktion.



  
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